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Die Verantwortung des Gedenkens

Adobe Stock | Srebrenica Memorial Center, Bosnia-Herzegovina,
Vortragsabend
Die Verantwortung des Gedenkens: Erinnerungskultur vom Holocaust zu Srebrenica – Lehren für Europa
Erinnern als Weg zur Heilung
Datum: 21. Mai 2025
Uhrzeit: 19 Uhr
Ort: Karmelitenkirche St. Nikolaus
Referent*innen
Prof. Dr. Markus Gloe
OStRin Havva Doksar
Fabian Heindl
Erinnerungskultur stellt eine zentrale Säule kollektiver Identitätsbildung dar und fungiert als gesellschaftlicher Mechanismus zur historischen Aufarbeitung, ethischen Selbstvergewisserung und politischen Verantwortungsübernahme. In Staaten, die durch schwere historische Traumata geprägt sind, wie im Fall Deutschlands durch die Verbrechen des Nationalsozialismus und im Falle Bosnien-Herzegowinas durch den Genozid von Srebrenica, bildet eine reflektierte, institutionalisierte und partizipative Erinnerungskultur nicht nur eine moralische Verpflichtung gegenüber den Opfern, sondern auch eine unabdingbare Voraussetzung für gesellschaftliche Resilienz, demokratische Stabilität und langfristige Friedenssicherung.
Der Vortragsabend richtet sich diesen inhaltlichen Schwerpunkten und verdeutlicht die deutsche Auseinandersetzung mit dem Holocaust als ein paradigmatisches Modell der Vergangenheitsbewältigung. Es wird dabei verdeutlicht, dass Erinnerung kein statisches Gedenken ist, sondern ein dynamischer Prozess, der über Generationen hinweg politische, pädagogische sowie kulturelle Kontexte formt und durch eine enge Verzahnung staatlicher, zivilgesellschaftlichen Engagements sowie pädagogischer Vermittlungsarbeit gestützt werden muss.
An diesem Abend soll zudem der Bezug zur Erinnerungskultur in Srebrenica hervorgehoben werden, da ein bewusster und öffentlicher Umgang mit dem Genozid nicht nur eine moralische Verpflichtung gegenüber den Opfern darstellt, sondern zugleich eine essentielle Grundlage zum einen für die gesellschaftliche Heilung und zum anderen für die demokratische Entwicklung des politischen Systems des vielschichtigen Gemeinwesens in Bosnien-Herzegowina bildet.
In Partnerschaftlicher Kooperation:
Ludwig-Maximilians-Universität München
Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft
Lehreinheit Politische Bildung und Didaktik der Sozialkunde / Politik und Gesellschaft
(Aktuelles Forschungsprojekt: „Die Kinder des Balkans – Zwischen Identitätsfindung, Nationalbewusstsein und Religiosität“)
Die Veranstaltung ist kostenlos. Aber gerne kannst du einen von dir gewählten Betrag spenden.


