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Ich kam als Qais & ging als Madschnûn

Eine musikalische Lesung von Erkenntnis und Klang
Datum: Freitag, 08.11.2024
Ort: Bellevue di Monaco
Uhrzeit: 19 Uhr Einlass, 19:30 Uhr Beginn
Ney & Vortrag: Ismail Metin
Kanun: Emre Can Erol
Tanbur & Ud: Eren Can Erol
Gitarre: Ozan Coşkun
Yayli Tanbur: Fatih Maraşlıoğlu
Die Sage von Leila & Madschnûn entstand Ende des 7. bzw. Anfang des 8. Jahrhunderts bei den nordarabischen Beduinenstämmen. Viele kennen die Geschichte von Leila & Madschnûn vom bloßen Hörensagen oder assoziieren mit ihr eine reine Liebesromantik. Mit dem Programm „Ich kam als Qais & ging als Madschnûn“ möchten wir die Geschichte allerdings aus einem anderen – islamisch-mystischen – Blickwinkel beleuchten. Was sich zuerst wie eine tragische Erzählung zweier Liebenden ließt, entpuppt sich schnell als symbolträchtige Allegorie, mit wertvollen Erkenntnissen, die man sowohl auf horizontaler (Mensch-Mensch) als auch vertikaler Ebene (Gott-Mensch) verstehen und anwenden kann. Dabei ist es uns ein weiteres Anliegen, nicht nur die Klang-, sondern auch die Gedankenwelt der Jahrhunderte alten Sufi-Tradition zu teilen und ein Stück weit zugänglich zu machen.
Die Kombination aus Musik und Literatur ermöglicht einen Raum, die die Zuhörenden dazu einlädt, über das Unaussprechliche jener Geschichten nachzudenken oder gar nachzuempfinden, was die gewöhnliche Sprache ansonsten kaum auszudrücken vermag. In Anbetracht der kulturellen Vielfalt in Deutschland möchten wir damit einen Einblick in eine andere Kultur gewähren, um mehr Verständnis für nicht immer transparente Denk- und Verhaltensweisen untereinander aufzubringen. Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht Kultursensibilisierung, sowohl musikalisch als auch literarisch.
Biographien der einzelnen Künstler des „Erkenntnis & Klang“ — Ensembles
Ismail Metin (Projektleitung, Ney & Vortrag)
Ich heiße Ismail Metin, in Deutschland geboren und aufgewachsen, doch mein Herz schlägt für die türkische / osmanische Musik. Ich spiele seit nunmehr knapp 15 Jahren die Ney (= Schilfrohrmusik), und habe mir mit Ende 20 meine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Ich arbeite als freischaffender Künstler und engagiere mich seit zehn Jahren für kulturellen Austausch und musikalische Zusammenkünfte. Meine Begeisterung für den Sufismus hat mich schließlich dazu bewogen, meine Musik mit den Jahrhunderte alten Weisheiten und Lehren großer islamischer Mystiker zu vereinen, wodurch letztendlich das Projekt „Erkenntnis & Klang“ entstanden ist. Ich freue mich dieses Projekt mit wunderbaren und gleichzeitig außerordentlich talentierten Musikern und Menschen aufzuführen.
Ozan Coşkun (Gitarre)
Ozan Coşkun, 1988 in Nürnberg geboren, hat seine musikalischen Wurzeln von seinem Vater, der leidenschaftlich türkische Folklore-Instrumente spielte. Bereits im Alter von 15 Jahren begann er, klassische Gitarre bei dem geschätzten Konzertgitarristen Sanel Sabitovic zu lernen. Ein Jahr später hatte er das Glück, vom bekannten Gitarristen und Komponisten Carlo Domeniconi unterrichtet zu werden. Sein künstlerisches Studium an der Hochschule für Musik in Detmold schloss Ozan mit Auszeichnung bei der renommierten Gitarristin Dale Kavanagh ab. Seine Entwicklung wurde durch zahlreiche Meisterkurse bei herausragenden Künstlern wie Hubert Käppel, Thomas Kirchhoff, William Kanengiser, Pepe Romero, Alvaro Pierri, Goran Krivokapic, Zoran Dukic, Elliott Fisk und Jorge Caballero entscheidend geprägt. Aktuell verfeinert er sein Können in der Meisterklasse an der Hochschule für Musik und Tanz in München bei Prof. Franz Halasz.
Emre Can Erol (Kanun)
Der Kanunist und gebürtige Augsburger fing mit zehn Jahren an, Kanun-Unterricht zu nehmen und spielt überwiegen türkische Musik auf seinem Instrument. Er ist der mittlere von drei Musiker-Brüdern und studiert seit 2018 an der Popakademie in Mannheim. Seinen Bachelor absolvierte er im Studiengang “Weltmusik”. Momentan macht er seinen Master im Bereich “Educating Artist” und möchte neben Auftritten, Konzerten und musikalischen Projekten auch die Musik lehren.
Eren Can Erol (Ud & Tanbur)
Eren Can Erol (1994, Augsburg) ist ein deutscher Baglama, Tanbur und Ud Spieler. Der Sohn türkischer Eltern wuchs in einer musikalischen Familie auf. Mit sechs Jahren erhielt er Baglama Unterricht von seinem Nachbarn Ilhan Cayoglu. In den darauffolgenden Jahren eignete er sich auch das Spielen auf der Ud und Tanbur an. Im Winter 2018 begann er gemeinsam mit seinem Bruder Emre Can Erol „Weltmusik“ an der Popakademie in Mannheim zu studieren, welche sie 2022 absolvierten. Der Berufsmusiker lebt derzeit in Mannheim. Neben der Livemusik ist er auch Chorleiter und Musiklehrer.
Fatih Maraşlıoğlu (Yayli Tanbur, Rahmentrommel und Gesang)
Mein Name ist Fatih Maraşlıoğlu, ich bin gebürtiger Nürnberger und habe Architektur studiert. Seit meiner Kindheit musiziere ich leidenschaftlich und habe im Laufe der Jahre verschiedene Instrumente in mein Herz geschlossen. Einige dieser Instrumente spiele ich auch im Ensemble, wodurch ich versuche meinen Teil zur Gemeinschaft beizutragen.
Es gilt folgender Einlassvorbehalt: Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, nationalistische, rassistische, antimuslimische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von den Veranstaltungen ausgeschlossen.
Wichtiger Hinweis: Von dieser Veranstaltung werden Foto- und/oder Filmaufnahmen (inklusive Ton) angefertigt. Wenn du nicht fotografiert oder gefilmt werden möchtest, kannst du direkt den/die FotografIn oder den/die Kameramann/-frau ansprechen.
Die Veranstaltung ist kostenlos. Aber gerne kannst du einen von dir gewählten Betrag spenden.

