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INTERAKTIVE PERFORMANCE: Reflektion & Erinnerung

Spatium Memoriae [ŠTO TE NEMA] Interactive Performance © Photo Ajla Salkić
INTERAKTIVE PERFORMANCE
Reflektion & Erinnerung
Datum: 16. Mai 2025
Uhrzeit: 9 – 12 Uhr / 14 – 16 Uhr
Ort: Karmelitenkirche St. Nikolaus
Künstlerin Aida Šehović lädt zu einer interaktiven Performance ein: Gemeinsam mit Besucher*innen werden die für das ŠTO TE NEMA-Denkmal gesammelten fildžani in das archivarische System der Ausstellung eingeordnet – eine Geste des kollektiven Erinnerns und des gemeinsamen Aufbaus des Spatium Memoriae [ŠTO TE NEMA].
Alle sind eingeladen, im Zeitraum zwischen 9 – 16 Uhr vorbeizukommen und sich aktiv zu beteiligen.
Die Teilnahme ist offen, es können auch mehrere Mitglieder von Familien oder Gruppen gemeinsam teilnehmen. Jede Gruppe hat dabei die Gelegenheit, gemeinsam mit der Künstlerin Teil des Einordnens der Tassen zu sein und mehr über deren Geschichte und Hintergründe zu erfahren.
Pro Stunde können maximal 30 Personen teilnehmen. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Portrait of Aida Šehović in Sarajevo by Armin Durgut in 2024. © Aida Šehović
AIDA ŠEHOVIĆ
Aida Šehović (geboren 1977 in Banja Luka, Bosnien und Herzegowina) nutzt Kunst als Werkzeug, um Modelle für kollektives Erinnern, Heilen und Widerstand zu schaffen. Zu Beginn des Krieges im Jahr 1992 gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, lebte sie zunächst als Geflüchtete in der Türkei und in Deutschland, bevor sie 1997 in die Vereinigten Staaten emigrierte. Sie schloss ihr Bachelorstudium 2002 mit Auszeichnung an der University of Vermont ab und erwarb 2010 ihren Master of Fine Arts am Hunter College als Stipendiatin des Jacob K. Javits-Programms.
Sie ist Gründerin und Betreuerin von ŠTO TE NEMA, einer gemeinnützigen Organisation, die sich der Vorstellung und dem Aufbau einer Welt ohne Genozid widmet. Ihre Arbeiten wurden unter anderem in der Art Gallery of Western Australia, im Kanadischen Museum für Menschenrechte, im Kunsthaus Dresden, im Historischen Museum von Bosnien und Herzegowina, im Queens Museum, im KRAK Zentrum für zeitgenössische Kultur, in der Galerie Manifesto sowie auf der 58. Biennale von Venedig ausgestellt.
Sie erhielt Stipendien und Förderungen von Organisationen wie Culture Push, dem Socrates Sculpture Park, der Foundation for Contemporary Arts und dem Rockefeller Brothers Fund, neben weiteren. Im Jahr 2021 kehrte sie nach Bosnien und Herzegowina zurück und lebt und arbeitet derzeit in Sarajevo.
Ausgestellte Werke
Aida Šehović
SPATIUM MEMORIAE [ŠTO TE NEMA], 2006–2020
über 8.372 gesammelte fildžani (bosnische Kaffeetassen), archivarisches Regal
Variable Maße
© Aida Šehović & ŠTO TE NEMA, Inc.
Regalbau: TTO d.o.o. Sarajevo
Regaldesign: Aida Šehović, Melisa Delibegović
Spatium Memoriae [ŠTO TE NEMA] ist ein Archiv des Denkmals ŠTO TE NEMA, bestehend aus fildžani (porzellanenen Kaffeetassen ohne Henkel), die im Zeitraum von 2006 bis 2020 gesammelt wurden. Die Tassen sind in Regalen arrangiert, deren Design sich an dem Archivsystem der Internationalen Kommission für Vermisste Personen orientiert, das zur Aufbewahrung und Identifizierung sterblicher Überreste verwendet wird. Noch immer werden sterbliche Überreste in Massengräbern in ganz Bosnien und Herzegowina entdeckt. Die Tassen wurden über einen Zeitraum von 15 Jahren weltweit gesammelt. Die ersten fildžani für ŠTO TE NEMA wurden von Mitgliedern der Organisation Žene Srebrenice (Frauen von Srebrenica) zusammengetragen, während Familien der Opfer aus Srebrenica und der umliegenden Region in den folgenden Jahren weiterhin Tassen für das Denkmal spendeten.
Aida Šehović
ŠTO TE NEMA Poster, 2006–2020
Ⓒ Aida Šehović & ŠTO TE NEMA, Inc.
Postergestaltung: Amir Berbić
Fotografien: Amel Bešlagić, Carlos Serra, Ella Gazibara, Emir Šehanović, Ismeta Curkić, Manka Rabije
Die Veranstaltung ist kostenlos. Aber gerne kannst du einen von dir gewählten Betrag spenden.

