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Demokratie in der Zerreißprobe

25. Oktober 2025 @ 19:30
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Demokratie in der Zerreißprobe – Panel über die Zeit nach der Wahl

Datum: 25.10.2025
Uhrzeit: Einlass 19:15 Uhr, Beginn 19:30 Uhr
Ort: Werkraum, Münchner Kammerspiele
Eintritt: 10€

Tickets über den Webshop der Münchner Kammerspiele

Und hier sind wir also – knapp ein Jahr nach der vorgezogenen Bundestagswahl und ziehen Zwischenbilanz: Wie steht es um die Demokratie in Deutschland? Was hat sich unter der neuen Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz verändert – und was steht aus? Während politische Debatten von Schlagwörten wie Sicherheit, Asyl und Integration dominiert werden, bleibt vielen unbeantwortet: Was ist mit bezahlbarem Wohnraum, gerechten Renten, Strategien für die Energiewende oder dem Klimawandel? Was ist mit den hart erkämpften Rechten von Minderheiten? Und welche Rolle spielt die Medienberichterstattung bei all dem?

Wir sind mit gewaltigen Herausforderungen konfrontiert: Der gesellschaftliche Diskurs ist geprägt von Rassismus und Antisemitismus, sozialen Ungleichheiten, zunehmender Unsicherheit und einer aggressiven digitalen Debattenkultur. Die Verbreitung von gezielter Desinformation verunmöglicht eine sachliche Auseinandersetzung mit zentralen politischen Fragen. Gleichzeitig ringen Medien, Bildungseinrichtungen und die Politik um Orientierung in einer zunehmend polarisierten Öffentlichkeit.

Sapir von Abel spricht mit der Journalistin Gilda Sahebi, der Ökonomin Betiel Berhe und dem Digitalstrategen Benjamin Fischer über den Zustand unserer Demokratie. Ein Gespräch, das Raum gibt, für differenzierte Perspektiven, kritische Nachfragen und Unsicherheiten – abseits von Populismus und Polarisierung.

Betiel Berhe

Betiel Berhe ist Ökonomin, Autorin und interdisziplinäre Denkerin. Sie arbeitet an der Schnittstelle von politischer Ökonomie, kritischer Theorie und Bildungsarbeit. Ihr Fokus liegt auf der Frage, wie Machtverhältnisse entlang von Race, Class und Gender soziale Beziehungen strukturieren – und wie diese in Theorie und Praxis transformiert werden können. Mit ihrem Buch Nie mehr leise – Die neue migrantische Mittelschicht (2023) hat sie eine breite Debatte über soziale Mobilität und Zugehörigkeit im Kontext von Klassengesellschaft und Rassismus angestoßen. Derzeit beschäftigt sie sich mit der Frage, wie Eigentum und Besitz soziale Beziehungen organisieren und welche postkapitalistischen Zukunftsentwürfe jenseits von Ausbeutung und Verwertungslogik denkbar sind.

Foto Credit: Priscillia Grubo

Benjamin Fischer

Benjamin Fischer ist europäischer Berater für Digital- und Minderheitenrechte. Zuvor war er Programmdirektor der Alfred Landecker Foundation, wo er sich auf datengetriebene Initiativen konzentrierte. Er hatte führende Positionen im Bereich Digitalisierung und Public Affairs in jüdischen Organisationen in Deutschland und Europa inne und berät in den Bereichen Change Management und Online-Regulierung. Er war maßgeblich an der Gründung von CeMAS, der DISARM Foundation und dem Tech-Team von Bellingcat beteiligt. Als ehemaliger Präsident der Europäischen Union Jüdischer Studierender und Gründer der Jüdischen Studierendenunion Deutschland ist er heute in mehreren europäischen Gremien aktiv. Er hat einen MBA der Central European University.

Gilda Sahebi

Gilda Sahebi ist ausgebildete Ärztin und studierte Politikwissenschaftlerin. Ihr journalistisches Volontariat absolvierte sie beim Bayerischen Rundfunk, als freie Journalistin arbeitet sie mit den Schwerpunkten Antisemitismus und Rassismus, Frauenrechte, Naher Osten und Wissenschaft. Sie ist Autorin für die »taz« und den »Spiegel« und arbeitet unter anderem für die ARD. Ihr neuestes Buch “Verbinden statt spalten – Eine Antwort auf die Politik der Polarisierung” erscheint im September 2025 bei S. Fischer.

Foto Credit: Hannes Leitlein

In Kooperation mit

Münchner Kammerspiele

Es gilt folgender Einlassvorbehalt: Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, nationalistische, rassistische, antimuslimische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von den Veranstaltungen ausgeschlossen.

Wichtiger Hinweis: Von dieser Veranstaltung werden Foto- und/oder Filmaufnahmen (inklusive Ton) angefertigt. Wenn du nicht fotografiert oder gefilmt werden möchtest, kannst du direkt den/die FotografIn oder den/die Kameramann/-frau ansprechen.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Aber gerne kannst du einen von dir gewählten Betrag spenden.

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Details

Veranstaltungsort

  • Münchner Kammerspiele
  • Maximilianstraße 26
    80539 München