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Geschichte und Gegenwart inter­religiösen Zusammen­lebens

23. Oktober 2025 @ 19:00 - 21:30
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Panel: Geschichte und Gegenwart interreligiösen Zusammenlebens und Bewahrung der Erinnerungskultur in Sarajevo

Musik: Begleitet wird der Abend vom bosnischen NUR Chor aus München

Datum: 23.10.2025
Uhrzeit: Einlass 18:30 Uhr, Beginn 19 Uhr
Ort: Karmelitenkirche St. Nikolaus
Keine Anmeldung erforderlich

Gäst*innen: Dr. Dževada Garić, Vladimir Andrle, Dr. Andreas Renz
Moderation: Gönül Yerli
Kooperationspartner*innen: Erzdiözese München und Freising

Bosnien-Herzegowina und insbesondere Sarajevo ist von einer reichen und komplexen Geschichte geprägt. Hier leben Muslim*innen, Orthodoxe Christ*innen, Katholik*innen und Jüdinne*Juden in unmittelbarem Nachbarschaftsverhältnis. Diese Vielfalt hat nicht nur zu einem einzigartigen kulturellen Erbe geführt, sondern auch zu einer Vielzahl von Ritualen und Traditionen, die das interreligiöse Miteinander fördern. Die Geschichte und Gegenwart des interreligiösen Zusammenlebens ist stark von den traumatischen Ereignissen des Völkermords in den 1990er Jahren geprägt. Der Genozid hat nicht nur tiefe Wunden in der Gesellschaft hinterlassen, sondern auch die Erinnerungskultur und die Art und Weise, wie verschiedene Glaubensgemeinschaften miteinander interagieren, nachhaltig beeinflusst. Die Erinnerung an den Völkermord ist ein zentraler Bestandteil der kollektiven Identität, insbesondere für die bosniakische (muslimische) Gemeinschaft, die die Gräueltaten und den Verlust von Leben und Kultur in den Vordergrund ihrer Erinnerungskultur stellt. Dabei sind zum Beispiel Trauerlieder eine Art, die Erinnerung zu erhalten und kollektive Trauer zu bewältigen.

Gemeinsam mit unseren bosnischen und deutschen Expert*innen möchten wir der Frage nachgehen, wie eine gemeinsame Erinnerungskultur gestaltet werden kann und gleichzeitig das Zusammenleben religiöser Vielfalt bewahrt wird. Außerdem suchen wir nach Strategien und Methoden, die es braucht, um nach dem Vorbild Sarajevos den interreligiösen Dialog auch in Deutschland und München zu stärken.

Begleitet wird der Abend vom bosnischen NUR Chor aus München.
Der Abend findet auf Deutsch, Englisch und Bosnisch statt.

Dr. Dževada Garić

Dr. Dževada Garić ist Autorin und Professorin für Politikwissenschaft und internationale Beziehungen an der Sarajevo School of Science and Technology. Sie arbeitet zudem als Referentin für internationale Beziehungen der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken und kooperiert in dieser Funktion mit verschiedenen internationalen Organisationen. Zuvor leitete sie das Forschungsinstitut IITB (Institute for Islamic Tradition of Bosniaks) in Sarajevo. Darüber hinaus hatte sie Lehraufträge an mehreren Hochschulen, darunter der Donau-Universität Krems und der International University of Sarajevo.

Vladimir Andrle

Vladimir Andrle ist Präsident der humanitären Gesellschaft „La Benevolencija“ in Sarajevo und ist zudem in der Projektumsetzung am Zentrum zur Förderung der Zivilgesellschaft (CPCD) tätig. Er ist ein aktives Mitglied der Jüdischen Gemeinde in Sarajevo sowie Mitglied im jüdischen diplomatischen Korps des World Jewish Congress, im Srebrenica-Gedenkzentrum und in weiteren relevanten Gremien. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt auf den Bereichen Menschenrechte, Philanthropie und interkultureller Dialog.

Dr. theol. Andreas Renz

Dr. Andreas Renz ist Fachreferent für interreligiösen Dialog im Erzbistum München und Freising. Er hat das internationale wissenschaftliche Netzwerk „Theologisches Forum Christentum – Islam“ mitbegründet. Zudem ist er Lehrbeauftragter an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München und engagiert sich als Vorsitzender der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

Gönül Yerli, Religionspädagogin und Master of Arts im interreligiösen Dialog. Stellv. Vorstandsvorsitzende des Münchner Forum für Islam und Vizedirektorin der Islamischen Gemeinde Penzberg.

Es gilt folgender Einlassvorbehalt: Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, nationalistische, rassistische, antimuslimische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von den Veranstaltungen ausgeschlossen.

Wichtiger Hinweis: Von dieser Veranstaltung werden Foto- und/oder Filmaufnahmen (inklusive Ton) angefertigt. Wenn du nicht fotografiert oder gefilmt werden möchtest, kannst du direkt den/die FotografIn oder den/die Kameramann/-frau ansprechen.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Aber gerne kannst du einen von dir gewählten Betrag spenden.

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Details

Veranstaltungsort

  • Karmelitenkirche St. Nikolaus
  • Karmeliterstraße 1
    80333 München