ŠTO TE NEMA – Warum bist du nicht mehr hier?
30 Jahre nach dem Genozid in Srebrenica
Erinnerung als Verantwortung: Kunst, Geschichte und intersektionale Gedenkkultur im Jahr 2025
Das Jahr 2025 stellt einen entscheidenden Moment dar, um uns mit den Schatten der Geschichte auseinanderzusetzen und zu reflektieren, wie wir als Gesellschaft mit den Herausforderungen der Erinnerung umgehen. 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung von Auschwitz – einem Sieg über die menschenverachtende Ideologie des Nationalsozialismus – stellt sich die zentrale Frage: Wie können wir eine Erinnerungskultur schaffen, die die Vergangenheit nicht nur bewahrt, sondern uns als Gesellschaft verändert und auf die Zukunft ausrichtet? Besonders im Hinblick auf den 30. Jahrestag des Genozids von Srebrenica, einem der schlimmsten Kriegsverbrechen des 20. Jahrhunderts, wird diese Frage noch dringlicher.
Der Genozid in Srebrenica, der sich im Juli 1995 ereignete, forderte das Leben von mindestens 8.372 bosniakischen Männern und Jungen. In Wirklichkeit geht man jedoch davon aus, dass die Zahl der Opfer weitaus höher sein könnte, da nicht alle Leichname in den Massengräbern identifiziert wurden. Dieses Verbrechen wurde von der bosnisch-serbischen Armee unter Ratko Mladić und unter Billigung der serbischen politischen Führung begangen. Doch der Genozid in Srebrenica ist nicht nur ein unverarbeitetes Trauma der bosnischen Gesellschaft; er steht auch als Mahnmal für die fragilen und oft erschütterten Prinzipien des Friedens und der Demokratie in Europa. In einer Welt, die sich erneut mit ungelösten Konflikten konfrontiert sieht – in Bosnien-Herzegowina, in der Ukraine und anderswo – wird die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und die Verantwortung für das Erinnern von historischer Dringlichkeit.
Srebrenica fordert uns alle heraus: Wie erinnern wir uns an dieses Trauma, und was lernen wir daraus, um ähnliche Verbrechen in der Zukunft zu verhindern? Wie können wir als Gesellschaft eine Kultur des Gedenkens etablieren, die nicht nur den Opfern gerecht wird, sondern auch zur Heilung und zum interkulturellen Dialog beiträgt? Diese Veranstaltungsreihe ist ein Raum, um diese Fragen zu stellen und interdisziplinär zu beantworten.
Die Erinnerung an den Genozid von Srebrenica und andere traumatische Ereignisse ist nicht nur eine Rückschau auf die Vergangenheit, sondern auch ein Aufruf zur aktiven Auseinandersetzung mit unserer Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft. Kunst spielt eine entscheidende Rolle in diesem Prozess, da sie uns ermöglicht, uns auf eine emotionale und interaktive Weise mit der Geschichte auseinanderzusetzen und gleichzeitig Raum für Heilung und Dialog zu schaffen.
Die Veranstaltungen rund um „ŠTO TE NEMA“ bieten eine Plattform, um Erinnerung als eine Verantwortung zu verstehen, die über das bloße Bewahren von Fakten hinausgeht. Sie fordern uns dazu auf, uns mit den komplexen, oft schmerzhaften Wahrheiten auseinanderzusetzen und eine Kultur des Gedenkens zu entwickeln, die nicht nur dem Opfer gerecht wird, sondern auch eine Brücke zum interkulturellen Austausch, zu Versöhnung und zu einer friedlicheren Zukunft schlägt.
Die Diskussionen, Workshops und künstlerischen Interventionen laden dazu ein, mit der Erinnerung und den damit verbundenen Emotionen auf kreative und respektvolle Weise umzugehen. Sie machen deutlich, dass der Weg zur Heilung nur durch aktives Erinnern und das Anerkennen der Vergangenheit führt, mit einem klaren Blick auf die Verantwortung, die wir gegenüber den kommenden Generationen tragen. Erinnerung ist nicht nur ein privates Anliegen, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe, die uns alle betrifft.
Die Veranstaltungen rund um „ŠTO TE NEMA“ bieten eine Plattform, um Erinnerung als eine Verantwortung zu verstehen, die über das bloße Bewahren von Fakten hinausgeht. Sie fordern uns dazu auf, uns mit den komplexen, oft schmerzhaften Wahrheiten auseinanderzusetzen und eine Kultur des Gedenkens zu entwickeln, die nicht nur dem Opfer gerecht wird, sondern auch eine Brücke zum interkulturellen Austausch, zu Versöhnung und zu einer friedlicheren Zukunft schlägt.
Die Diskussionen, Workshops und künstlerischen Interventionen laden dazu ein, mit der Erinnerung und den damit verbundenen Emotionen auf kreative und respektvolle Weise umzugehen. Sie machen deutlich, dass der Weg zur Heilung nur durch aktives Erinnern und das Anerkennen der Vergangenheit führt, mit einem klaren Blick auf die Verantwortung, die wir gegenüber den kommenden Generationen tragen. Erinnerung ist nicht nur ein privates Anliegen, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe, die uns alle betrifft.
Wir hoffen, dass diese Veranstaltungen nicht nur als Gelegenheit dienen, den 30. Jahrestag des Genozids zu gedenken, sondern auch als ein Moment, um uns zu fragen, wie wir als Gesellschaft in den kommenden Jahren eine inklusive, respektvolle und gerechte Erinnerungskultur gestalten können.
Programm zum 30-jährigen Gedenken an Srebrenica und zur begleitenden Ausstellung
16. Mai 2025![]()
Performance
INTERAKTIVE PERFORMANCE: Reflektion & Erinnerung
📅 16. Mai 2025
⌛️ 9 – 16 Uhr
📍 Karmelitenkirche St. Nikolaus
16. Mai 2025![]()
Panel und Vernissage
Kunst als Erinnerung – Selbstermächtigung und neue Wege des Gedenkens nach Srebrenica
📅 16. Mai 2025
⌛️ 19 Uhr
📍 Karmelitenkirche St. Nikolaus
17. Mai 2025![]()
Workshop
ŠTO TE NEMA Monument Lab – Erinnerung als Widerstand
📅 17. Mai 2025
⌛️ 11 – 14 Uhr
📍 Karmelitenkirche St. Nikolaus
18. – 24. Mai 2025![]()
Ausstellung
Spatium Memoriae – Archiv des Denkmals ŠTO TE NEMA in München
📅 18. – 24. Mai 2025
⌛️ 12 – 19 Uhr
📍 Karmelitenkirche St. Nikolaus
18. Mai 2025![]()
Filmvorführung und Diskussion
Dokumentarfilm: Where Have You Been
📅 18. Mai 2025
⌛️ 17 Uhr
📍 NS-Dokumentationszentrum
21. Mai 2025![]()
Vortragsabend
Die Verantwortung des Gedenkens: Erinnerungskultur vom Holocaust zu Srebrenica – Lehren für Europa
📅 21. Mai 2025
⌛️ 19 Uhr
📍 Karmelitenkirche St. Nikolaus
Veranstalter
In Partnerschaftlicher Kooperation
Mit freundlicher Unterstützung
Kurationsteam
ausARTen – Perspektivwechsel durch Kunst
Wir danken allen Partner*innen für ihre wertvolle Unterstützung und freuen uns darauf, diesen wichtigen Dialog mit Ihnen zu führen. Gemeinsam schaffen wir einen Raum für Erinnern, Verstehen und Frieden.













