Wie wir Erinnern

Panel “Wie wir Erinnern”
📅 Dienstag, 20.10.2026
🕙 19 Uhr
📍 NS- Dokumentationszentrum, Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München
Eintritt: frei
Ohne Anmeldung
Mit Talya Feldman, Lena Gorelik, Pia Ihedioha und Céline Wendelgaß
Die Frage, wie wir faschistischer, antisemitischer, rassistischer, misogyner und kolonialer Gewalt in Deutschland gedenken, ist nach wie vor aktuell. Debatten über “die” Erinnerungskultur zeigen, wie eng Erinnern mit Fragen von Macht, Teilhabe und gesellschaftlichen Selbstverständnis verbunden ist – und wie sehr Erinnerungskultur aktuell einem Wandel unterliegt, und die Berücksichtigung weiterer Perspektiven und Communities immer stärker eingefordert wird.
Erinnerungskultur verändert sich auch in Wechselwirkung mit verschiedenen Medien. Literatur, Theater, bildende Kunst – aber auch Graphic Novels, Serious Games und Magazine – sind kulturelle Wissensspeicher, die das Gedächtnis in der Gegenwart aktualisieren können.
Wir sprechen mit Talya Feldman, Lena Gorelik, Pia Ihedioha und Céline Wendelgaß über ihre Arbeit mit verschiedenen Medien und gehen den Fragen nach, wie Erinnerungspraktiken in einer pluralen Gesellschaft geteilt werden können und was es braucht, damit Erinnerungskultur auch in Zukunft relevant bleibt.
© Frank
Talya Feldman
Talya Feldman ist eine Medienkünstlerin aus Denver, Colorado. Durch ihre interkulturelle und kollaborative Praxis möchte Feldman einen sozialen Wandlungsprozess mittels künstlerischer und pädagogischer Projekte anstoßen, die alternative Narrative zur Gewalt anbieten.
Für ihre Arbeiten gegen rechten Terror in Zusammenarbeit mit aktivistischen und forschungsbasierten Netzwerken in Deutschland und im Ausland hat sie weltweite Anerkennung erhalten.
© Charlotte Troll
Lena Gorelik geboren 1981 in Sankt Petersburg, kam 1992 zusammen mit ihrer russisch-jüdischen Familie als „Kontingentflüchtling“ nach Deutschland. Nach ihrer Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München absolvierte sie den Elitestudiengang „Osteuropastudien“. Seit 2004 arbeitet Lena Gorelik erfolgreich als Schriftstellerin.
Sie wurde u.a. mit dem Bayerischen Kunstförderpreis, dem Ernst-Hoferichter-Preis und dem Friedrich- Hölderlin-Preis ausgezeichnet. Das Kindertheaterstück „Als die Welt lernte, rückwärts zu gehen“ wurde für den Deutschen Kindertheaterpreis 2022 und die Mülheimer Theatertage nominiert. Lena Gorelik schreibt Essays und Reportagen u.a. für DIE ZEIT und die Süddeutsche Zeitung. 2022 erhielt sie eine Poetikdozentur an der Universität Hannover und kuratierte das Literaturfestival in Stuttgart 2023.
© Florian Ertl
Pia Ihedioha
Pia Ihedioha ist die Gründerin und Geschäftsführerin der Magazin of Color gUG. Sie studiert Lehramt an Grundschulen an der Universität Passau und engagiert sich leidenschaftlich für rassismuskritische Bildungsarbeit. Mit ihrer Plattform „Magazin of Color“ verfolgt sie das Ziel, Empowerment und Repräsentation durch verschiedene Ausdrucksformen zu fördern. Die Plattform umfasst unter anderem ein jährlich erscheinendes Printmagazin, einen Online-Blog und verschiedene Veranstaltungsformate.
Im aktuellen Projekt MuViKi- Mut, Vielfalt, Kinder, werden Bildungsformate entwickelt, in denen Antisemitismus und Rassismus gemeinsam bearbeitet werden.
© FelixSchmitt
Céline Wendelgaß
Céline Wendelgaß ist Fach- und Methodenexpertin bei der Bildungsstätte Anne Frank. Ihr Schwerpunkt liegt im Bereich der historisch-politischen Jugendbildung, sowie antisemitismus- und rassismuskritischer Bildungsarbeit.
Unter anderem hat sie das Mobile Game „Hidden Codes“ entwickelt, sowie das Lernlabor „Anne Frank. Morgen mehr“ mitkuratiert.
In Kooperation mit
Es gilt folgender Einlassvorbehalt: Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, nationalistische, rassistische, antimuslimische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von den Veranstaltungen ausgeschlossen.
Wichtiger Hinweis: Von dieser Veranstaltung werden Foto- und/oder Filmaufnahmen (inklusive Ton) angefertigt. Wenn du nicht fotografiert oder gefilmt werden möchtest, kannst du direkt den/die FotografIn oder den/die Kameramann/-frau ansprechen.
Die Veranstaltung ist kostenlos. Aber gerne kannst du einen von dir gewählten Betrag spenden.




